Aktuelle Ausstellung:

Das rote Telefon“

Neue Bilder - Englischrot

19.6. - 2.8. 2020

Ausstellungsraum Jürgen Bahr

Helmholtzstraße 6 -8 50825 Köln-Ehrenfeld

(U-Bahn 3/4, Leyendeckerstraße)

 

Tel.: 0221-9545273 Mobil: 0179-9158271

 

Ausstellungseröffnung an 2 Tagen

am Freitag, 19. Juni 2020 von 19 bis 22 Uhr und,

am Samstag, 20. Juni 200 von 17 bis 20 Uhr

geöffnet donnerstags von 15 bis 19 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung (telefonisch oder per Email)

bis einschließlich 2. August 2020

ACHTUNG: Coronabedingt wird um vorherige Anmeldung gebeten, telefonisch oder per Email. Es gelten Maskenpflicht und Abstandsregelungen.

 

Die neuen Bilder von Klaus Hans Findl basieren auf zwei Vorgaben, die sich gegenseitig ergänzen und sozusagen aus zwei Richtungen aufeinander zuwachsen.


1. Ausgedachte oder vorgefundene sprachliche Formulierungen dienen dem Künstler als Anweisung, sich in einen Bildprozess zu stürzen ("Hunde mit Hilfsmotor"…"Wetterbauch"…"Schlafbrocken"… "Wenigblock / Nichtsblock"…)
2. Existierende Bildvorlagen und -modelle anderer Künstler*innen wurden um-, be-, nieder-, hoch- oder weg-gearbeitet. (Beuys, Goya, Klee, Dürer…)


Beabsichtigt war eine doppelte Befreiungs- und Neuverwicklungsarbeit.
Das Bild sollte in seiner Entstehung einerseits durch sprachliche Vorgaben provoziert und gesteuert werden, die teilweise einfach scheinen, sich aber manchmal auch am Rande der Fast-Unlösbarkeit bewegen.
Andererseits ging es darum, aufgestauten Input der Kunstgeschichte abzuarbeiten und selbstermächtigend zu riskieren, eigene Versionen bekannten Materials zu erstellen, die mit den Originalen einen Dialog führen.

Selbstauferlegte Beschränkungen waren: gleiches Format, gleiches Medium, eine Farbe.

ENGLISCHROT ist eine Substanz, die dem Künstler bei der Ölmalerei immer wieder unbotmäßig in die Quere kam. Während die meisten anderen Farben seiner Erfahrung nach dazu drängen, so etwas wie Volumen und Raum zu erzeugen, saß diese Eisenoxid-Farbe scheinbar ungerührt und völlig undurchlässig deckend glatt auf dem Blatt auf.
Bei der Arbeit ausschließlich mit dieser Farbe zeigt sie eine suggestive Wärme, die sich zwischen einem Erdcharakter und - v.a. bei Tageslicht - einem sanft glühenden Rot ausbreitet. Historisch bezieht sie ihre Suggestivität auch aus ihrer Nähe zu Beuys' "Braunkreuz"-Farbe.

 


Aus etwa 280 so entstandenen Bildern wird in der Ausstellung eine kleine Auswahl gezeigt.

 


 

"#MAuch DIE ELSTERN GRAKKERN ICH ABER WANDTE MICH UND SAH AN ALLES UNRECHT DAS GESCHAH UNTER DER SONNE DES PRIAPISMUS UND DASS EIN JEGLICHES HAT SEINE ZEIT DIE FRÜCHTE HABEN IHRE ZEIT DER HÄNDE TAGWERK HAT SEINE ZEIT ABER SIEHE AUCH DAS IST EITEL UND PARTEI UND WIND ALSO WOLLTE ICH ZU DEN TIEREN MICH BEGEBEN DIE IHRE NAHRUNG BESORGEN AM HELLICHTEN TAGE UND IN TIEFER DUNKLER NACHT MICH BEGEBEN ZU DEN TIEREN DAS IST ES WOVON WIR TRÄUMEN MÜSSEN ICH SCHRIEB DIESE WORTE NIEDER UND ERSCHRAK"

2019

 

Bilderinstallation, 5-teilig (Foto/Pappe, Öl auf Leinwand, Dispersion und Kugelschreiber auf Pappe); 2,50 x 3,50 m

Die Installation evoziert Anklänge an das, was in Malewitschs Suprematismus wiederum Anklänge an die religiöse Kunst, an eine Art Altarbild, war. Die "Maus" befindet sich in einem schwebenden Zwischenzustand, einer eingefrorenen vibrierenden Dynamik zwischen dem Ausgreifen nach vorne und gleichzeitigem Zurückgehen. 

Der Text auf dem "Maus"-Bild (der gleichzeitig der Titel der Installation ist) enthält Bezüge zur MeToo- Bewegung, zum alttestamentarischen Prediger-Buch Salomo ("Ich aber wandte mich..."), zu Walt Whitmans "Leaves of Grass" ("zu den Tieren") und zu Lenins revolutionärer Programmschrift "Was tun?" ("Das ist es wovon wir träumen müssen")


Gruppenausstellung "Zwischen Davor und Danach" 
des "arbeitskreis rheinland-pfälzischer künstler e.V." (a.r.k.)  
30. 11. - 22.12. 2019 im Haus Metternich, Koblenz

 

Bericht mit Fotos auf der Seite des a.r.k.


Fotos: (C) Isa Steinhäuser
(zur Vergrößerung (doppel)klicken)

 

 


"Der Entvölkerer von Alzei"
(Adé die Fahne tagt)
2019

 

12 Zeichnungen, Mixed, je 42 x 29,7 cm
Gruppenausstellung zum Thema "Gewaltfreiheit" im Studien- und Reflexionspark Schlamau-Wiesenburg (Brandenburg)
1. - 5. 10. 2019

 

Bericht zur Ausstellung mit Statement.

Fotos: 1-3: (C) Harald Neumann; 4: (C) Klaus Hans Findl

 

 



Elech-Zeptohkk
Tuschezeichnungen

 

03.03. - 26. 03. 2017
Ausstellungsraum Jürgen Bahr - Helmholtzstr. 6-8 - 50825 Köln

 

 





"Hyperallergisch - Die Gesetze der Gastfreundschaft"

 

Gruppenausstellung 
21.08.2016
Galerie im Wiesengrund - 51469 Bergisch-Gladbach

 


Unbetitelte Gruppenausstellung 

 

09.08.2015
Galerie im Wiesengrund - Bergisch Gladbach

 

 



Chlechtes Shlammpampn Gechicht

Ölmalerei

 

04.07. - 17.08.2014

Ausstellungsraum Jürgen Bahr - Helmholtzstr. 6-8 - 50825 Köln

 




"was ich in etwa zu dir sprach"

Objekte, Malerei, Installationen, Texte
(zusammen mit Karin Schlechter)

18.10 - 10.11 2013
Turm der Lutherkirche, Köln-Südstadt

 

Videoinstallation "Gesanu nidec" von Karin Schlechter

Öl auf Leinwand

Installation Karin Schlechter/Klaus Hans Findl, mit Tonspur

Bilderinstallation mit Tonbandgerät und Sprachaufnahme

Video "Vagues/Wellen" von Karin Schlechter


"Begegnungen mit dem Unheimlichen"
Gruppenausstellung (zusammen mit Marcela Böhm, Susanne Müller, Karin Schlechter)
16.05 - 06.06 2013
Galerie am Brüsseler Platz, Brüsseler Platz 14, 50674 Köln